Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterfarbig, adj.

-farbig, adj.,
durch witterungseinflüsse gefärbt (meist von bräunlicher oder fahlgelblicher färbung); von der gesichts- oder bartfarbe: der knebelbart ... sihet immer so wetterfärbig aus, als wäre er, mit balsam ... gesalbet worden J. Balde d. truckene trunckenheit (1658) 89; von angesicht war er wetterfärbig oder gelb-bläulich Francisci lufftkreis (1680) 432; da doch hingegen bey andern bärten von solcher farb die haar zunegst an der haut gantz schwartz und die übrige je älter je falber oder wetterfärbiger zu erscheinen pflegen Grimmelshausen Simpl. 2, 18 lit. ver. von bekleidungsstücken: an denen fördertheilen war die presse etwas ausgegangen und hinten sahe sie (die kappe) so wetterfärbig aus, dasz ich bey meiner treu noch diese stunde nicht weisz, wie man die farbe in Teutschland zu nennen pfleget alamodo Pickelhering, d. dt. kleideraffe (1685) 14; so gar wetterfärbig und abgeschaben sahe er (der rock) ausz Grimmelshausen Simpl. 182 Scholte. von anderen gegenständen: und wird doch nichts guts draus (aus dem grummet) sonder keinützig wetterfarbig rot ding, das nachgehents, wenn mans im winter füttern muoz, den kühen ein ganz jahr nachgehet und nit wenig an der milch schadet Simpl. ewigwehrender calender (1670) 60; wetterfarbig heiszen braune gewehrläufe Behlen forst- u. jagdkde (1840) 6, 198.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 724, Z. 42.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterfarbig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterfarbig>.

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