Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterfisch, m.

-fisch, m.,
schlammpeitzker, cobitis fossilis L.; 'also genannt, da sie jede veränderung des wetters durch ihre bewegung ... anzeigen' Hübner zeitungslex. (1776) 1, 703; (der schlammpeizker) verdient ... seinen namen wetterfisch mit einem gewissen recht, wenngleich seine wettervoraussage auch nicht viel zuverlässiger ist als die des laubfrosches Brehm tierl. (⁵1953) 2, 105: hier in meinem hühnerhunde ... (ist) eine ... andre (vernunft) als ... in ihren wetterfischen Jacobi w. (1812) 2, 220; er drang ihr aber nicht eher diese freude auf, als bis er durch wetterglas, wetterfisch und fuszreiszen sich völlig gewisz gemacht, dasz es gegen abend stürme Jean Paul w. 24/26, 16 Hempel. mundartlich verbreitete bezeichnung, vgl. Müller rhein. wb. 2, 1931; Frischbier pr. 2, 466; Askenasy Frankfurt 174; Höfer österr. 3, 289; Unger-Khull steir. 622. früh sind diminutivbildungen bezeugt: wetterfischlein id est pisciculum tempestatis, nescio quam ob causam vocant, is palmo fere longus est Faber thes. (1587) 1034ᵃ; wetterfischgen: diese hat man hin und wieder in teichen und weihern, und sind fast eben der art als die stintze und ellritzen allg. haush.-lex. (1749) 3, 720. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 725, Z. 27.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterfisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterfisch>.

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