Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettergalle, f.

wettergalle, f.,
'eine auffallend helle stelle am wolkenhimmel' Müller-Fraureuth sächs. volkswörter 37; auch als windgalle oder ochsenauge (s. d.) bezeichnet: steht es (das sog. ochsenauge) der sonne gegenüber, so hat es die farbe des regenbogens und heiszt auch wettergalle Campe 3 (1809) 543; im einzelnen unterschiedlich erklärt: wettergall repercussio iridis Stieler stammb. (1691) 596; unter ochsenauge, wettergalle, windgalle ... versteht man ein wölkchen am heitern himmel Laistner nebelsagen (1879) 271. vgl. weiterhin: der verfasser (vermengt) die nebenregenbogen mit einer wettergalle allg. dt. bibl. (1765) 45, 143; die meteorischen feuerkugeln, höfe um sonn und mond, regenbogen, wettergallen, nebensonnen, wetterleuchten, sternschnuppen, kometen, beschäftigen ihn (Seneca) unter der rubrik des feuers Göthe II 3, 125 W.; unvollständige regenbogen nennt man wasser- oder wettergallen hdwb. d. dt. aberglaubens 7, 590. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 726, Z. 46.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wettergalle“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettergalle>.

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