Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettergrauen, n.

-grauen, n.,
in dichterischer sprache, 'dunkel des unwetters':
bei sonnenschein und wettergraun,
zum lieben herr gott beten,
auf seine liebe traun und baun
in ängsten und in nöthen
in: Göttinger musenalmanach (1780) 118;
ein groszes aber mangelt dieser zeit:
das eigne dach und fach, das mit vertrauen
die brust erfüllt und drin die rast gedeiht.
noch heimatlos, bei sonn und wettergrauen
sitzt sie auf trümmern der vergangenheit
Geibel ges. w. (1883) 4, 208;
ein adler fliegt, in seinen klauen
hält er den lorbeer und den blitz: —
so schwebt im falben wettergrauen
er einst bei Kulm und Dennewitz
Blomberg treu zum tod (1872) 33;
recht im unglück, herrlich schaun,
wie das meer im wettergraun!
göttlich grollts am klippenrand,
perlen wirft es auf den sand
G. Keller ges. w. (1889) 3, 258.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 730, Z. 7.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wettergrauen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettergrauen>.

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