Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterharfe, f.

wetterharfe, f.,
äolsharfe, 'nennt man die vorrichtung, wenn man verschiedene eisendrähte von einem hohen gebäude zum andern in einer länge von ungefähr zwei bis dreihundert fusz ausspannt, welche bei jeder änderung des wetters tönen' encycl. wb. (1823) 3, 586 ᵇ; auch von einem kasten aus tannenholz, der mit darmsaiten bespannt wird, s. Hübner zeitungslex. (1824) 4, 925ᵇ: ich hatte die wetterharfe, die sich über das grosze bassin hinzieht, anspannen lassen, auf der der sturm als ein tüchtiger harmoniker gar wacker spielte E. T. A. Hoffmann s. w. 10, 27 Gr.; unsere sinne waren die organe dieser natur, wie sie aufspielte, so tanzten wir dazu. sie musicirte auf unserer zwillingsseele, wie auf wetterharfen und flöten B. Goltz ein jugendleben (1852) 3, 327;
und meine wünsche wollen, wilde vogelschwärme, in die tannenwipfel steigen,
und meine seele schreit, wehrlose wetterharfe unterm wind
Stadler d. aufbruch (1914) 49.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 733, Z. 29.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterharfe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterharfe>.

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