Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterhart, adj.

-hart, adj.,
durch das wetter abgehärtet: die mühsale des zweimaligen überschreitens der ... bergpässe ... hatte die kräftige frau, geleitet von dem treuen wetterharten Lucas ... ohne zagen und ermüdung überwunden C. F. Meyer Jürg Jenatsch (1901) 293. oft von den durchfurchten, vom wetter geprägten gesichtszügen: einen mann ..., dessen wetterhartes antlitz ... fast einen vierziger anzudeuten schien Storm s. w. (1899) 6, 40; in seinem wetterharten gesicht rührte sich keine muskel Hugin hahn Berta (1907) 51; seinen wetterharten zügen war keine erregung anzusehen Polenz Grabenhäger (1898) 1, 44; ein wilder mann in thierhäute gekleidet, mit verwirrten haaren, trotzigen blicken, wetterhartem gesichte, welches seit monaten vielleicht nicht gewaschen worden Kürenberger nov. (1861) 2, 145. vereinzelt vom pflanzlichen organismus 'widerstandsfähig gegen witterungsunbilden': Jochen Tuleveit glich einem jener alten wetterharten einzelstehenden bäumen Polenz Grabenhäger (1898) 1, 276; (sie hatte in ihrem innern) das korn eines zwiespalts empfangen, nicht gröszer als wegerichsamen, aber ebenso wetterhart El. Langgässer d. unauslöschl. siegel (1946) 115. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 733, Z. 48.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterhart“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterhart>.

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