Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterhure, f.

-hure, f.,
schimpfwort, execranda ac diris devovenda meretrix Stieler stammb. (1691) 834; eine ertz-, blitz-, strahl-, wetterhuhre Rädlein t.-it.-frz. (1711) 1051; Pansner schimpfwb. 77ᵇ: wie ein par volcks, man und weib, sich so hertzlich lieb hatten, das sie der teuffel nicht kund uneins machen (und doch gerne gethan hette), bis er zu letzt eine alte wetterhure anrichtet, der geredet er ein rot par schuch, wo sie die zwey eheleut kondte uneins machen (1537) Luther 45, 684 W.; wenn nun jemand auff dem marckt kommet, und willens ist zu handeln, so stecket die alte wetterhure das liecht an, womit der kauffmann die wahr unter dem angesicht besiehet A. Müller denckwürd. (1678) 172ᵇ. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 735, Z. 54.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterhure“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterhure>.

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