Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterkalender, m.

wetterkalender, m.,
kalender mit mutmaszlichen wettervorhersagen: wer die wettercalender ... am ersten geschrieben, das ist sehr alt, vnd kommet aus dem heydenthumb von den Chaldäern vnd andern Scheräus sprachenschule (1619) 202; denn meines groszvaters wettercalender trift gar nicht mehr ein d. schles. landwirth (1771) 1, 172; die gierde, mit der man (im späten mittelalter) die practiken und wetter- und wahrsagerkalender und die thorheiten der astrologen aufnahm Gervinus gesch. d. dt. dichtung (1853) 2, 243. übertragen auf rheumatische beschwerden: mein arm ist nun so weit wider woll, ... allein wo mir die balbirer den arm so verkält haben, alsz nehmblich oben in der axel, habe ich noch einen wettercallender Elisabeth Charlotte v. Orleans br. v. 1676 —1706, 94 Holland. so auch im bilde: in seinen sonetten und musenkalendern (die wahren schmerzhaften wetterkalender an den gliedern der musen) Jean Paul w. 45/47, 468 Hempel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 736, Z. 51.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterkalender“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterkalender>.

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