Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterkerze, f.

-kerze, f.,
geweihte kerze, die bei drohendem gewitter angezündet wird: der wind wogte herein und blies die geweihte wetterkerze aus Rosegger schr. (1895) I 8, 246; wetterkerzen, palmkätzeln, ein trudenfusz ... fehlen in keinem schlafgemach Leoprechting aus d. Lechrain (1855) 222; alsbald flammten die wetterkerzen (beim gewitter) auf den tischen auf Dörfler tör. jungfrau (1930) 369. als pflanzenname: der name wetterkerze (für königskerze, verbascum) ist wohl auf diesen aberglauben (dasz der blitz einschlägt, wenn man eine königskerze abreiszt und nach hause nimmt) zurückzuführen Marzell unsere heilpflanzen (1922) 176; für arnica mont. L. ders., pflanzennamen 1, 407. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 738, Z. 11.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterkerze“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterkerze>.

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