Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterkreuz, n.

-kreuz, n.,
im volksglauben gegen unwetter schützendes kreuz: apud wetdercruce (fränk., 1292) Buck flurnamenb. 300; vorm oberthor vff der höhe ... da ist gestanden ein cros hohes wetterkreuz (um 1500) in: Alemannia 17, 111; es soll auch ain wetterkreuz auf Sant Villgenjoch ... gesezt werden, darzue man alle jar an Sant Villgen tag mit dem creuz und priestern geen soll und für die hohe wetter das leblich peth volbringen (16. jh.) österr. weist. 5, 147;
er wendet sich und sieht die stadt
wie eine nebelmasse liegen
und drüber, auf Sankt Thomas thurm,
das wetterkreuz sich schimmernd wiegen
A. v. Droste-Hülshoff ges. w. (1885) 2, 387;
es war ... keines jener sechsarmigen wetterkreuze, wie sie in unseren gut katholischen gegenden sonst vorzukommen pflegen, es war ein seltsames, unheimliches kreuz Rosegger schr. (1895) I 3, 48; nun wird (auf der alm) nach der zither die ganze nacht hindurch getanzt und gejubelt, und zwar mit desto gröszerer freiheit und sorglosigkeit, als es ober dem wetterkreuz bekanntlich keine sünde gibt Böhme gesch. d. tanzes (1886) 189. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 738, Z. 72.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wetterkreuz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterkreuz>.

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