Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettermännchen, n.

-männchen, n.,
1) wie wettermännlein (s. d.): der auch ein artig gemachetes wettermaͤnnichen bey sich hat Prätorius anthrop. Pluton. (1666) 1, 163; eine bekannte art wettermännchen, die ihre kapuze über den kopf ziehen, eh es regnen will Jean Paul w. 6, 80 anm. Hempel. im vergleich: viele, ... bei denen je nach dem barometer der zeit bald die grobheit, bald die freundlichkeit obenauf kömmt, ungefähr wie bei dem Kapuziner, welcher das wettermännchen vorstellen soll und der je nach der zeit bald die kapuze über den kopf zieht, bald sie fallen läszt Gotthelf ges. schr. (1855) 7, 232; wie ein wettermännchen erschien die baronin auf der schwelle, immer in ihrem grauen schattenhabit mit dem kapuzenähnlichen kopftuche G. Keller ges. w. (1889) 7, 138. übertragen: (die diplomaten sind) wenn nicht die väter, doch die geburtshelfer oder wenigstens die prophetischen wettermännchen des kriegs Jean Paul w. 59/60, 29 Hempel. 2) f. d. zapfen von picea excelsa Marzell register 618; weermännche die tannen- oder fichtenzapfen, weil sie sich bei trockenem wetter öffnen und bei feuchtem schlieszen und daher vom volke als barometer benutzt werden Müller-Weitz Aachen 258; Münch ripuar.-fränk. ma. (1904) 131; Tonnar-Evers Eupen (1899) 228. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 753, Z. 37.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wettermännchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterm%C3%A4nnchen>.

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