Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettermachen, n.

wettermachen, n.,
zauberisches einwirken auf das wetter:
sonder braucht segn und zauberey,
schätzgraben, dergleich phantasey,
mit teuffel-bannen, wettermachen
und dergleich unchristlich sachen
Hans Sachs 11, 430 lit. ver.; 5, 287;
seynd auch deren viel, welche wenn etwan ein ungewitter entstehet, so den gewächsen desz feldes, korn, früchten und weinstöcken schaden thut, so sagen sie alsobald, dasz desz teuffels geschmeisz, hexen und unholden solches mit ihrem zauberischen wettermachen gethan (1674) Widmann Fausts leben 443 lit. ver.; angeschuldigtes wettermachen haben wohl wenige mit dem leben gebüszt J. Grimm dt. mythol. (1876) 2, 892; in einem ... aufgeklärten zeitalter ..., wo niemand an wettermachen glauben will Holtei erz. schr. (1861) 26, 152; diese anklagen, sagte er, wegen wettermachens, viehbehexens ... seien ja ebenso landläufig wie die wegen teufelsbuhlschaft Ina Seidel Lennacker (1938) 314. in gegensatz dazu als wirken gottes: so doch wetter machen gottes vnd keines menschen werck ist Nigrinus von zäuberern (1592) 277. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 751, Z. 49.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wettermachen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettermachen>.

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