Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettermantel, m.

wettermantel, m.,
gegen wind und regen schützender mantel; lacerna ein raͤgenmantel oder waͤttermantel, ein überkleid von weyb vnd mann, von reychen vnnd armen gebraucht Frisius dict. (1556) 750ᵇ; s. v. penula, ebda 970ᵃ; Faber thes. (1587) 605ᵇ: hab kainen waͤttermantel, sunder ainen ainfachen rock an Schaidenreisser Odyssea (1537) 61ᵇ; die männer sitzen aber, gantz betruͤbt, in einem andern hause, in ihre wettermaͤntel verwickelt Valvasor herzogth. Crain (1689) 4, 85; er kam im wettermantel, triefnasz, es regnete in strömen E. v. Handel-Mazetti Jesse u. Maria (1911) 141; im bilde: ein bösz weib ... ist ein gewixter wettermantel, in dem das wasser der ermahnung nicht eingehet Abr. a s. Clara Judas (1687) 1, 17. übertragen: er wurde vertraut mit allem ..., vom grauhaarigen baumbart ... bis ... zu den pilzen in ihren grauen wettermänteln H. Schmidt ges. schr. 8 (1861) 42. ein teil des schindeldachs: das schindeldach ist sehr flach und geht ... gewöhnlich fünf, oft aber bis an die zehn schuh über den hausstock hinaus. diesz nennt man den wettermantel, da er das haus ebenso sehr vor dem regen, wie vor sonne und kälte schützt Leoprechting a. d. Lechrain (1855) 218. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 753, Z. 67.

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werksatz wettermäszig
Zitationshilfe
„wettermantel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettermantel>.

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