Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettersäule, f.

-säule, f.
1) wasser-, sand-, windhose: eine wolke zieht die andere an, ... und das verursacht ... wettersäulen allg. dt. bibl. (1765) 37, 50; in dem hohlraum, den der wirbelwind erzeugt, schlägt sich der dampf zur sichtbaren hose oder wettersäule nieder Laistner nebelsagen (1879) 12; wettersäulen zogen (auf der Ostsee) umher, der himmel wusch wiederholt das fahrzeug Ponten rhein. zwischensp. (1937) 36. 2) ungewöhnlich: die landschaft war in milchige schleier gehüllt, durch die man die berge, trotzige wettersäulen, nur ahnungsweise wahrnehmen konnte P. Ilg brüder Moor (²1912) 316. 3) eine kombination meteorologischer meszinstrumente: der mechaniker Wilhelm Lambrecht konstruiert eigenartige meteorologische instrumente zur voraussage des wetters ... zusammenstellungen dieser instrumente giebt er in den wettersäulen, die in weiten kreisen anerkennung gefunden haben Darmstädter hdb. z. gesch. d. naturwiss. (1908) 782. 4) als 'säule mit wetterheiligen' verz. im hdwb. d. dt. abergl. 5, 551. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 761, Z. 23.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wettersäule“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetters%C3%A4ule>.

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