Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterschieszen, n.

-schieszen, n.,
'das in mehreren, besonders gebirgigen gegenden gewöhnliche schieszen aus böllern bei herannahenden gewittern, um sie entweder zu zertheilen und zu vertreiben, oder doch sie unschädlich zu machen Campe 5 (1811) 694: auch gibt es sehr viele 'gezauberte' gewitter, die indesz durch ... wetterläuten und wetterschieszen vertrieben werden können Rosegger schr. (1895) I 4, 68; schon Maria Theresia verbot das wetterschieszen bei schweren strafen Manes versicherungslex. (1909) 1553; der bürgermeister ... in Windisch-Feistritz versucht das wetterschieszen einzuführen. in Steiermark und besonders in Italien werden zahlreiche systematische versuche damit angestellt, die indess die aussichtslosigkeit des verfahrens ergeben Darmstädter hdb. z. gesch. d. naturwiss. (1908) 971. anders: hartes, nahes donnern und blitzen Staub-Tobler schweiz. id. 8, 1435. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 763, Z. 22.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterschieszen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterschieszen>.

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