Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterschirm, m.

-schirm, m.,
in anwendung auf verschiedene gegenstände, die vor witterungsunbilden, insbesondere regen und sturm, schützen: wetter u. windschirm nubilar, effugium tempestatis Stieler stammb. (1691) 2050; mit solchem schaubhut wurde der goͤtterbott Mercurius abgemahlet, und fast auf die weis die hohe kunstseulen pyramides mit einem breiten wetterschirm oben bedecket Tröster Dacia (1666) 217; gegen den vorspringenden wetterschirm (ein teil des daches) soll sich die obrigkeit ausgesprochen haben Steub wanderungen im bayr. gebirge (1862) 110; andere richteten ... ein zelt oder einen wetterschirm von rudern, segeln und starken baumästen auf J. G. Forster s. schr. (1843) 1, 149. in weiterem sinne: der wald wurde bald nicht mehr als holzproductionsanstalt, als wetterschirm, als quellensammler usw., sondern nur noch als wildbahn betrachtet K. Braun bilder (1881) 1, 89. anders: ein schirm, schutz gegen den wetterstrahl, wo es selbst ein unsern regenschirmen ähnliches, auf gewisse art eingerichtetes werkzeug, den blitz von sich abzuleiten, sein kann (paratonnerre) Campe 5 (1811) 694; bey dem ... wetterschirmen erinnert hr. R. ... statt des drats ... tresse ... zu nehmen allg. dt. bibl. (1765) 37, 60. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 763, Z. 42.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterschirm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterschirm>.

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