Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettersegen, m.

-segen, m.;
'gebetsformel ..., welche das einschlagen des blitzes verhindern soll' Adelung 5 (1786) 194; exorcismus et ejuratio tempestatum Stieler stammb. (1691) 1670: wider dieses göttliche hagelgeschütz ... hilfft ... (nicht) die im papstthumb getauffte wetterglock und übliche wettersegen Dannhawer catech.-milch (1657) 2, 471; dasz er künfftig, mit dem exorcismo, nicht mehr so lang verweile, oder keinen so kalten noch unkräfftigen wettersegen und beschwerung gebrauchen möge Valvasor herzogth. Crain (1689) 1, 312; in jedem haus, weit und breit, streute man salz auf die tischecken, betete man den wettersegen W. Raabe s. w. I 3, 46; wir sollen lieber den wettersegen beten Rosegger schr. (1895) I 8, 63; s. auch Schmeller-Fr. bayer. 2, 238; Fischer schwäb. 6, 744; Staub-Tobler schweiz. id. 7, 456; hdwb. d. dt. abergl. 5, 551. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 765, Z. 70.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wettersegen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettersegen>.

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