Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterstange, f.

-stange, f.,
blitzableiter, vgl. gewitterstange teil 4, 1, 3, sp. 6422; 'eine eiserne stange; ... von derselben leitet man ... die elektrische materie des blitzes vom hause hinab' Hübner zeitungslex. (1776) 2474;
zu einem mann, der wetterstangen
auf häuser pflanzt, kam ein rekrut
Ramler fabellese (1783) 2, 452;
und wie des blitzes funke sicher, schnell,
geleitet an der wetterstange, läuft,
herrscht sein befehl vom letzten fernen posten
(bis zu der wache an der Kaiserburg)
Schiller 12, 74 G.;
und richtig! als ich in die höhe blickte, da drehte sich auch ein schiffchen auf der wetterstange des daches Th. Storm s. w. (1919) 4, 225. im bilde: gäbe es doch keine blitzableiter, die man auf dem herzen tragen könnte, und woran eine wetterstange wäre, die das schreckliche feuer anderswohin zu leiten vermöchte H. Heine s. w. 3, 319 Elster. auch mundartlich: Mi Mecklenburg 105ᵇ; Martin-Lienhart elsäss. 2, 605; Staub-Tobler schweiz. id. 11, 1108. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 766, Z. 74.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterstange“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterstange>.

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