Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterstein, m.

-stein, m.,
ein belemnit, donnerkeil (vgl. wetterkeil und krötenstein, teil 5, sp. 2423): brontia, lapis bufonum maior donnerstein, wetterstein, gros krötenstein B. Faber thes. (1587) 1105ᵃ; Stieler stammb. (1691) 2139; Frisch dict. (1741) 2, 445; falsche irides, die doch den rechtschaffen gantz ehnlich, werden erstlich zugericht aus den schneeweissen donnersteinen, wettersteinen, oder grossen krötensteinen (wie man den lateinischen namen brontias interpretiret) Albinus meiszn. bergkchron. (1590) 142; ist wie ein wetterstein und feste, dasz beinahe kein staell und eisen darauf hafften will Hardanus Hake bergchron. 134 Denker;
darnach zertrant sich durch des glantzes lauf
dær fur ym leucht, sein duster wolken hauf,
mit wetterstain unt feuers-klute krallen
bei Schede psalmen 60 ndr.;
es ist ein wetterstein, welcher mich mit grossem vngestümm unverhofft getroffen hat Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. (1641) 3, 401; nachdem solcher wetterstein in die erde gefahren, ziehe er sich alle jahre aus der erden wieder über sich Francisci lufftkreis (1680) 1372; wer neun solcher (otter-)zungen bei sich trägt, kann viel anheben; ... ohne ... einen wetterstein kanns keiner zu den neun zungen bringen Leoprechting a. d. Lechrain (1855) 78. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 767, Z. 21.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterstein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterstein>.

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