Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

wetterstrahl, m.

wetterstrahl, m.,
1) blitz; 'donner- sive wetterstrahl fulgetrum' Stieler stammb. (1691) 2186: denselben sommer auch wurde das closter zu S. Margrethen vom wetterstraal getroffen Wolffg. Hartmann Augsp. chron. (1595) 163; desz Jovis wetterstral (hagelkeul, donnerschlag) ist diesem (dem adler) anvertraut Harsdörffer poet. trichter 3 (1653) 120;
bewahr uns gnädig allzumal
für feuer, schlosz vnd wetterstral
bei Fischer-Tümpel evang. kirchenlied 3, 166;
komm, wo der wetterstrahl das haupt nicht wil erreichen,
wo fern die erde taub, komm du, gewünschter tod
Gryphius trauerspiele 116 lit. ver.;
viel halten die blossen corallen ... gut wider die gewitter und wetterstrahl Ettner v. Eiteritz mediz. maulaffe (1719) 672; dass ein ploͤtzlicher tod durch einen schlagfluss oder wetterstrahl, ... ein schlechtes mittel waͤre, die verwiklung des drama aufzulösen Sulzer theorie d. schönen künste (1792) 4, 723; das blitzen, wie auch einschlagen der wetterstrahlen konnte wirklich dargestellt seyn H. Meyer gesch. d. bild. künste (1824) 1, 184; ein blendender wetterstrahl fuhr hernieder Sperl söhne d. hrn. Budiwoj (1927) 462. gern in dichterischer sprache in übertragenem gebrauch:
mich deucht, ich sehe schon, wie heftig, wie erhizt
der augen wetterstrahl (der erzürnten geliebten) auf meine scheitel blizt
J. Chr. Günther s. w. 1, 148 lit. ver.;
auf, raͤchend er Eugen, wirff mit bewaͤhrter hand
die wetters trahlen aus; man spuͤrt schon deine blitze
Pietsch geb. schr. (1740) 39;
es donnert schon in Rom des bannes wetterstral
Gottsched ged. (1751) 1, 299;
das vom wetterstrahle der begeisterung getroffene herz duldet nichts irdisches mehr an sich Jean Paul w. 24/26, 243 Hempel. 2) insektenname: araschnia levana L. wetterstrahl Berge schmetterlingsb. (1851) 181; Oken naturgesch. (1839) 5, 1424. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 768, Z. 5.

wetterstrahlen, vb.

-strahlen, vb.,
blitzen: wann es blitzet, donnert und wetterstrahlet oder wetterleuchtet, wer solte nicht erschrecken (cum fulgurat, tonat, fulminat) Comenius janua (1693) 19;
ihn (Napoleon) wetterstrahlend auf dem thron
erblickte die muse schweigend
Göthe I 3, 204 W.;
mit jedem hiebe wetterstrahlte er einen zu boden H. v. Kleist w. 3, 311 E. Schmidt; Thor donnert ..., während sein arm mit dem eisenhandschuh den schweren wetterstrahlenden hammer ... schwingt Dahlmann gesch. v. Dännemark (1840) 1, 34. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 768, Z. 42.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterstrahlen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterstrahlen>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)