Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterstreich, m.

-streich, m.,
blitzschlag: denn nachdem ... durch einen wetterstreich, zwei häuser auf eins danider geschlagen und in den stadtgraben gestürtzt waren: lieff der sonst kleine Ilmflusz geschwind hoch an Francisci lufftkreis (1680) 1266; nichts desto weniger trennete derselbige wetterstreich ihm alle die naͤthe am hembde J. D. Ernst hist. bilderhaus (1691) 315; kam aus dem schwarzen gewölk ein blitzblauer wetterstreich und schlug ihn ... in den boden hinein Leoprechting a. d. Lechrain (1855) 63. vom schwerthieb:
so haun sich die zwei herrn mit wetterstreichen
die wehr vom leib, bis an der helme dach
Regis Bojardos verl. Roland (1840) 82;
übertragen:
du siehest dir den tod an einer schönen leiche,
die in der frühlingszeit schon auf der baare steht,
und zitterst, weil der bliz von diesem wetterstreiche
durch augen, ohr und herz und marck und beine geht
(1716) J. Chr. Günther s. w. 3, 25 lit. ver.;
was hat der höchste mit uns vor? ...
dasz er in unser deutsches reich
durch wiederholten wetterstreich,
ein unglück nach dem andern sendet?
Triller poet. betracht. (1750) 3, 460.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 768, Z. 59.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterstreich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterstreich>.

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