Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettersturm, m.

-sturm, m.:
ein mit wettern oder gewittern begleiteter sturm Campe 5 (1811) 695:
zwar ich en kam nie me
auff so grymen wetersturm
Heinrich v. Neustadt Apollonius 4945 Singer;
anno 1692 ergosz sich ein gewaltsamer wettersturm über die Ingol- und Johann Georgen stadt Chr. Lehmann hist. schaupl. (1699) 292;
lärmt windsbraut, flammt gewölk, bricht wettersturm herein,
ha! ihres eitlen zorns, ich lache sein!
Bode Montaigne (1793) 2, 55;
wem dank ich es sonst, ...
dasz ich nektar darf trinken, und himmlisch ambrosia kosten.
mächtig bin im orkan, und über den wettersturm walte
Schiller 1, 122 G.;
bedacht zu guter stunde herab zu tisch und obdach, den wettersturm zu meiden Barth Kalkalpen (1874) 636. übertragen:
... nein fürwar, weil ihr in diesem leid
ein spiegel der gedult und bild der hoffnung seyd,
muss dieser wettersturm den starcken geist bewehren
Gryphius lyr. ged. 116 Palm;
von osten her droheten immer wetterstürme wilder volkszüge E. M. Arndt schr. (1845) 3, 216; inmitten eines wettersturms der volksbegeisterung hdwb. d. staatswiss. (²1898) 3, 72. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 769, Z. 30.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wettersturm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettersturm>.

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