Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterzeit, wetterszeit, f.

wetter(s)zeit, f.
1) zeit günstiger witterung (vgl. wettertag 1): welche wiesen aber nicht wohl bestanden, ... mag man die zwüschen Bartholomei und Michaelis stehen lassen und die wetterzeit zu ab- und einbringung desselbten gebrauchen (16. jh.) haush. in vorwerken 68 Ermisch-W.; aber zu morgens vnd zu abends vnd zu wetterszeiten, so ein temperatur steht, als dann so haben sie (die regenbogen) jhr frewd vnd zeit zu der gebärung Paracelsus opera 2, 96ᶜ Huser; es ist auch darneben den bauersleuten erlaubet, im fall der noth, die gute wetterszeit nicht zu versäumen, auch an den sabbath oder sonntägen ... jhre arbeit im feld zu verrichten Kentz güld. handwercksboden (1629) 48; dadurch die wetterzeiten ... zimblich beständig geblieben E. Weigel zeitspiegel (1664) 19. 2) daneben auch im sinne von gewitterszeit (vgl. wettertag 2): dahero man gar wol ... zu wetter- und donnerzeiten die glocken anziehen und läuten mag Feinler geistl. Türckenglocke (1663) 25; man solte sich in solcher bösen wetterszeit nicht in gefahr begeben Neumayr v. Ramszla bellum Cypricum (1621) 110. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 776, Z. 50.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterszeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterszeit>.

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