Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterwicker, m.

wetterwicker, m.,
wetterprophet; zu wicker, m. (s. d.): wedderwicker (nd., 15. jh.) Diefenbach gl. 52ᶜ; 62ᶜ (s. v. aruspex. auspex): die zeuverer, warsager, wederwicker und andere derglichen luide, die mit falschem segen und beschwerongen umbgain (1533) bei Redlich jülisch-berg. kirchenpolitik 1, 266. mundartlich: wea(r)wicker wetterprophet, tannenzapfen Schmoeckel-Blesken Soester Börde 332. wie wettervogel 2: weerwikker ... ein beschädigt gewesenes glied ... worin man bey einer wetterwandlung eine schmerzhafte empfindung fühlt, brem. -ns. wb. 5 (1771) 256; Doornkaat Koolman ostfries. 3, 543; thatsächlich sind hühneraugen vielfach weerwicker, wetterpropheten Lüpkes seemannsspr. (1900) 23, 287. vgl. noch: aurispicari weder wickern (md., 15. jh.) Diefenbach gl. 62ᵇ. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 775, Z. 7.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterwicker“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterwicker>.

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