Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterwolke, f.

wetterwolke, f.,
gewitterwolke, grosze wolke bei aufziehendem unwetter: procellosa, fumida Stieler stammb. (1691) 2574; diese dicke schwarze wolke ... sie müssen die sehen. es ist ja eine rechte wetterwolke! Gottsched dt. schaubühne 6 (1745) 322; der geistliche betrachtete die wendungen und entfernung der wetterwolken Hermes Sophiens reise (1769) 1, 20; schwere wetterwolken ballten um diese felsenpyramiden sich zusammen Barth Kalkalpen (1874) 54; in Kärnten schieszt das volk gegen die wetterwolken, um die darin rath haltenden bösen geister zu verscheuchen J. Grimm dt. mythol. ⁴2, 910. in mannigfachen übertragungen: drückende wetterwolken hingen um meine brust, obschon es sonst der herrlichste tag von der welt war Bräker s. schr. (1789) 2, 114;
schwer und dumpfig
eine wetterwolke
durch die grüne ebne schwankt der marsch
Schiller 1, 231 G.;
die städte suchten durch ihre befestigungen die vorüberziehende wetterwolke des krieges von sich abzuhalten Clausewitz vom kriege (⁷1912) 385; angesichts der wetterwolken die über Europa schweben Bismarck br. an s. braut u. gattin 413 H. v. Bism.; alsobald schwanden von Salbowskis stirn die finstern wetterwolken Holtei erz. schr. (1861) 18, 129. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 775, Z. 50.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterwolke“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterwolke>.

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