Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetterzug, m.

-zug, m.
1) bergmannssprachlich; wo die luft hinstreicht Minerophilus bergwerckslex. (1730) 717; im bergbaue, der luftzug Adelung 5 (1786) 195: dasz dannenhero der auf was masse auch endlich entstandene boͤse wetters zug demselben instrumento als dem stärckeren alsobald von seinem schlag oder aufgestandenen orte weg und zuziehen musz A. Hauptmann bergkbedencken (1658) 89; ein stollen von 200 lachtern bewirkte bessern wetterzug allg. dt. bibl. (1765) 104, 441; die unterirdischen wetterzüge Lichtenberg verm. schr. (1800) 6, 475; heftigen wetterzug hassen sie sehr (d. fledermäuse im bergwerk) Brehm tierl. 1, 326 P.-L. 2) das ziehen der wolken, die luftbewegung: der wundersamste niegesehene wolken- und wetterzug Göthe III 11, 270 W.; das Schwarze Meer ist im groszen das, was etwa mitten in einer unsrer städte der vorplatz vor einer hohen domkirche im kleinen ist: der treibheerd eines beständigen wind- und wetterzuges Schubert reise i. d. Morgenland (1838) 1, 129;
brichst du schon jetzt herein, furchtbar gericht,
im finstern wetterzug die welt verdunkelnd?
Eichendorff s. w. (1864) 4, 613.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 777, Z. 6.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetterzug“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetterzug>.

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