Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wetthaftig, wettehaftig, adj.

wett(e)haftig, adj.
(in älterer sprache auch wetthaft, s. Lexer 3, 809) straffällig, vgl. wettfällig; zu ¹wette B: swene men vor gerichte schuldiget, unde eme der richtêre zu rechter antworde bûdet, ne wel her nicht antworden sô teilet men ene weddehaftich Sachsenspiegel 127 Eckh.; so spreche der schepphe: er ist wettehaftig wurden von rechtis wegen (14. jh.) sächs. weichbildrecht (glosse) 248 Daniels; das er die clage nicht volfurt hat, ist er vor gerichte wettehafftigk geteilt (1483) urkundenb. d. klosters Pforta 2, 279; denn wenn ein richter einen zur antwort fordert oder citirn lest, wo der nicht antwort, noch sich der antwort mit seinen wehren und exception beschützet, so verteilet man jn wethafftig König process (1541) 69ᵃ; der mann wird auch wethafftig, ob er vor mittag in der herren lehnrecht nicht kommet, doch dasz das lehnrecht vor begriffen sei Schottelius kurtzer tractat (1671) 128.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 778, Z. 47.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetthaftig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetthaftig>.

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