Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wettschatz, wetteschatz, m.

wett(e)schatz, m.,
einlösbares pfandgeld oder -gut, ablösbare rente; zu ¹wette A; häufig in der älteren norddt. rechtssprache: set iement deme anderen sin schep, unde segelet dar na anderswor mit dem schepe unde vorkoft dat schep, so ne eset nen weddeschat (13. jh.) norddt. stadtrechte II, 125 Korlén; swelic man heuet eruegǒt to wetdescatte dat sal he halden seuen weken (1265) corp. d. altdt. originalurk. 1, 147 Fr. Wilhelm; mid alle den summen de also upkomend schal men weddeschattes tyns afkopen unde inlosen (1387) Hannöv. stadtr. 275 Gr.; (die stadt soll stadtland nur auf 5 jahre verpachten) were dan, dat eth der stadt noidich worde durch widdescat und anders, alsdan op ene widderloise etlich land dairto tgebruyken (1538) stadtr. v. Hamm 76 Overmann; mit allen wetteschatzen, pfandschaften, abnutzungen und beschwerden (1619) bei Seibertz statuar- u. gewohnheitsrechte d. hzt. Westfalen 425. zur sache vgl. Heusler instit. d. dt. privatrechts 2, 128; 201.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 788, Z. 22.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wettschatz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wettschatz>.

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