Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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watz, wetz, m.

watz, wetz, m.
das unverschnittene männliche schwein, eber. namentlich in Rheinfranken als watz üblich Follmann 533. Askenasy 171. Kehrein 440. Crecelius 896. Vilmar 443. Schmidt Westerwald 323. zeitschr. f. d. mda. 1911, 157 (Hunsrück). Wegeler 759. Schmeller 2, 1058 (Aschaffenburg, Nordfranken, auch wetz). ferner wird wetz, wätz aus der Schweiz Stalder 2, 448. Hunziker 295, wêz, wäz aus Henneberg Reinwald 2, 141, watz aus der Vogtei Hertel 254, wetz aus Schlesien Weinhold 104 angeführt. in Nassau auch übertragen 'geiler mensch'. Schmeller knüpfte an anord. hvatr 'scharf, mutig' an, das auch als 'männlich' (von thieren) vorkommt, so jetzt isländ. und norw. kvat Aasen 401; für das deutsche müszte das adj. watz zu grunde gelegt werden, das ja auch als 'geil' vorkommt, aber nur im alemann. lebendig ist. vielleicht ist eher von dem verb. wetzen auszugehen, das sehr häufig vom eber gebraucht wird, s. Lexer 3, 811, * wetze also 'der die zähne wetzt', die form watz ist z. th. lautlich daraus zu erklären, z. th. mag falsche bildung vom plur. aus erfolgt sein (wie z. b. pfälz. fusch von die fisch).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1919), Bd. XIII (1922), Sp. 2606, Z. 1.

wetz, m.

wetz, m.,
s. watz, teil 13, sp. 2606. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 793, Z. 43.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetz>.

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