Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

watzig, wetzig, adj.

watzig, wetzig, adj.
unausgebacken, mit wasserstreifen (vom brot), seifig (von den kartoffeln), nicht mehlig. ein rheinisches wort, im Westerwald Schmidt 323 (vgl. watz 6) und in der Eifel Frommann 6, 20. Schmitz 233 watzig, in Nassau (am Rhein) und Hessen wetzig Kehrein 440. v. Pfister 331; im osten erscheint es in der Neumark als wetzig zeitschr. f. d. mda. 1910, 39. vgl. siebenbürg. wâzstê 'unausgebackenes brot' Kisch vgl. wb. 244ᵃ, rhein. wetzsteinig wie wetzig Kehrein 440, in Basel wezstainig Seiler 314ᵃ; wetzsteine waren ehemal übel gebackene brot A. Beier bei Müller-Fraureuth 2, 662ᵃ. nach Götze zeitschr. f. d. wortf. 13, 167 ist von dem speckigen aussehen des wetzsteins auszugehen, der mit brot u. a. verglichen wurde (vgl. schliffig zu schleifen). doch könnte das wort auch in altem etymologischen zusammenhang mit wasser und wasz 'feucht' (s. d.) stehen und nur an wetzen angelehnt sein.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 16 (1919), Bd. XIII (1922), Sp. 2606, Z. 43.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„wetzig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wetzig>.

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