Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

weu

weu,
instrumentalform des pronomens wer (sp. 71); ahd. hwiu, wiu, hiu (s. ob. sp. 89); mhd. wiu, weu, wê mhd. wb. 3, 567; Lexer 3, 766; Weinhold bair. gramm. 381. in älteren und mundartl. gefärbten jüngeren texten begegnend:
wie pist du, maget, so geschlagen?
mit we und wan? daz scholt mir sagen
(14. jh.) Wittenwiler d. ring 2004 W.;
welchen sol ich töten under eu?
ir seit paid pös, ich wais umb weu
(15. jh.) Vintler pluemen d. tugent 8895 Z.;
mit weu ich euch ausschlag
das selbig ich euch iecz sag
(16. jh.) Sterzinger spiele 11, 627 Zingerle;
ich wais nit vmb woy oder vmb was
ebda 23, 71; 24, 706;
wurde die Pachlerin befragt, zu woy sie die stuckh bei der zauberey gebraucht hab bei Schöpf Tirol 819. weitere belege bei Schmeller-Fr. bayer. 2, 826; vgl. noch zwögn wö wegen Castelli ma. u. d. Enns 275; zewoi, ferwoi wozu, wofür Schatz Tirol 711; fon wui, fir wui, ferwui, fowui weign wozu, wovon, wofür, weswegen, ebda 713.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 803, Z. 25.

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Zitationshilfe
„weu“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/weu>.

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