Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wibelig, wibbelig, adj.

wib(b)elig, adj.
1)
von käfern zerfressen: wiblig von wibeln angefressen (beleg 1540) Fischer schwäb. 6, 749; sonderlich das sahm-getrayd, das alte ... (ist) zu verkaufen ..., dasz es nicht wipplich werde Hohberg georg. cur. (1682) 1, 117; bezeugte in seinem tractätlein ... dasz das korn, so aus Archangel und Moscowien geführet wird, nicht wipplicht werde ebda 2, 71; wibelicht erbis piselli tonchiosi Kramer t.-ital. 2 (1702) 1340ᵇ; wiebelichte erbsen Ludwig t.-éngl. (1716) 2467; wippelet, wippelig wurmfräszig Unger-Khull steir. 631ᵃ.
2)
unruhig, beweglich (vgl. wibbeln 2): wübblig, wibblig leicht beweglich, wacklig Stürenburg ostfries. 336ᵇ; Doornkaat Koolman 3, 546; Schmitz Eifel 1, 233; lux. ma. 486. ungewöhnlich für 'schwanger': sie ist wibelicht esser tonchiata cioè esser gravita Kramer t.-ital. 2 (1702) 1340ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 807, Z. 61.

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Zitationshilfe
„wibelicht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wibelicht>.

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