Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wickerei, f.

wickerei, f.,
das weissagen, die wahrsagerei (mnd. belege s. bei Schiller-Lübben 5, 706): nigromantia wickerie (13. jh., nd.) Diefenbach nov. gl. 264ᵇ; apotelesia wickerie na den planeten (1417, nd.) ebda 28; chiromanteia wickerie in der hand (1417, nd.) ebda 93ᵃ; divinatio warsagen, wyckerey (15. jh.) Schmeller-Fr. 2, 846; es wird durch solchs vnser segnen wickerey ... vielen menschen mit gedient vnd geholffen theatrum diab. (1569) 137ᵃ; segenerye vnde wyckerye ys einer hellschen sögen (sau) worp N. Gryse leienbibel (1604) 2, K 4ᵃ;
vnter euch bauren find man heut
viel gottloser vnd frecher leut,
so vmbgehn mit abgötterey,
mit zauberey vnd wickerey
(1605) Hollonius somn. vitae 767 ndr.;
wikkerey, wahrsagerey divinandi abusus Schottel teutsche haubtspr. (1663) 331. mundartl. im nd. allgemein verbreitet.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 859, Z. 15.

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Zitationshilfe
„wickerei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wickerei>.

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