Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wideraufbauen, wiederaufbauen, vb.

wi(e)deraufbauen, vb.
1) von gebäuden oder allg. von bauwerken: wiederaufbauen riedificare, rifabricare, ristorare, instorare Kramer t.-ital. 1 (1700) 63ᵃ; rebâtir, rétablir Frisch nouv. dict. (1752) 709; Rudolph musste sogar dem adel einräumen, die von Ottokarn niedergerissenen burgen wieder aufbauen zu dürfen M. I. Schmidt gesch. d. Deutschen (1778) 4, 486; der traurige anblick dieser öden ruine macht einen seltsamen kontrast mit der gegenüberstehenden, ... sehr zierlich wiederaufgebauten universitätskirche Nicolai reise durch Deutschl. u. d. Schweiz (1783) 1, 27; der böse feind ... streute sie (die teile der mühle) weit umher, um dem müller ... das wiederaufbauen zu vereiteln Grimm dt. sagen (1891) 1, 136. 2) übertragen: weil ich vnserer sprachen würde vnd lob wider auffzubawen mich vnderfangen Opitz teutsche poemata 9 ndr.; im wiederaufbauen (der zerrütteten verhältnisse nach einer revolution) zeigt sich das aufgeklärte volk, die andern können nur niederreiszen und dann sich zerstreuen Klinger w. (1809) 11, 13; die skizze ist ein umstoszen und wiederaufbauen des innern bildes Vischer ästhetik (1846) 3, 1, 21. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 901, Z. 14.

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Zitationshilfe
„wideraufbauen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wideraufbauen>.

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