Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerauferstehen, wiederauferstehen, vb.

wi(e)derauferstehen, vb.
im christlichen sprachgebrauch 'vom tode erweckt werden'; vor allem als part. prät.; dann auch übertragen von allen dingen, die nach einer zeitweiligen vergessenheit wieder auftreten; 'zu neuem leben erwachen'; auferstehen und wiederauferstehen resurgere Stieler stammb. (1691) 2129; wider aufferstehen Dentzler clavis ling. lat. (1716) 350ᵇ: wie er gekrütziget, gestorben, widerufferstanden wer Judas Nazarei vom alten u. neuen gott 8, 25 ndr.; (die wahrheit) musz tzu weylen gleych wie Christus sterben, aber doch widder aufferstehen (1523) Luther 11, 355 W. der sprachgebrauch Luthers schwankt: im grossen katechismus (1529) widder aufferstanden, w. 30, 1, 130 W.; im kleinen katechism. (1531) auff erstanden ebda 365; (philosophen, die) den Lucianischen originalen von aussen und innen so ähnlich sehen, dasz man sie für wiederauferstandene zu halten versucht ist Wieland Lucian 1 (1788) 440 anm.; mit sehnsucht seh' ich dem frühjahr entgegen, das wiederauferstehende Jena zu besuchen Göthe IV 19, 272 W.; rechtliche bedenken ... sind es nicht, was ... verhindern kann, den wider recht wiederauferstandenen bundestag zu beseitigen Treitschke hist. u. polit. aufs. ⁵2, 82; tot und wiederauferstanden wie der gott Osiris Feuchtwanger d. falsche Nero (1947) 284. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 902, Z. 15.

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Zitationshilfe
„widerauferstehen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerauferstehen>.

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