Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerbäffen, vb.

widerbäffen, vb.,
'widersprechen, streiten, zanken', häufiger das intensivum widerbäffzen (s. d. u. bäffen teil 1, sp. 1075), nur obd., mundartl. noch heute: widerbäffen Martin-Lienhart elsäss. 2, 16ᵇ; Fischer schwäb. 6, 767 (dort auch widerboffen a. d. j. 1568); ähnlich widerbäflen schweiz. id. 4, 1041: (die weiber) klagend allweg, si scheltend unnd widerbeffent on underlasz Steinhöwel spiegel menschl. lebens (1479) 39ᵃ;
ich gloub nit, das ich übel thuͦ,
so sy mir vrsach gibt dar zuͦ
vnd widerbefft all zyt behendts
Murner narrenbeschwörung 285 ndr.;
daher soll man sie leren und ermanen ... dasz sie ... mit freud und lust jr amt verwesen, nicht widerbäffen, nicht antworten, nicht gegen murmlendt Bruno de instit. christ. foem. (1566) 78ᵃ. bildlich: lege deinem widerpeffenden fleisch und blut die hand auff das maul bei Fischer schwäb. 6, 767. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 909, Z. 58.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„widerbäffen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerb%C3%A4ffen>.

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