Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerbringerin, wiederbringerin, f.

wi(e)derbringerin, f.,
mhd. widerbringerinne, -în; mnd. wedderbringerinne. 'die jmd. (etw.) zurückbringt'; eigentlich und bildlich: heisset sü (Maria) von reht eine widerbringerin, wanne sü manigen (sünder) widerbringet an den rehten weg (14. jh.) in Alemannia 2, 207; widerbringerin disz (schreibens) Grimmelshausen 2, 550 Keller. 'wiederherstellerin':
der dritte (buchstabe von Maria) sol ein r sîn:
daz sprichet reparâtrix: sist ein widerbringærîn
vil maneger armen sêle
Reinmar v. Zweter ged. 237, 2 Roethe;
ain apptessin, ... des klosters ain ware wider pringerinn (reparatrix disciplinae) (mitte d. 15. jhs.) Joh. Hartlieb Caesarius v. Heisterbach 391 Drescher. mit beiden vorausgehenden verwendungen vergleiche: widerbringerin vnsers heiles (Maria) Riederer spiegel d. waren rhetoric (1493) h 1ᵃ; die wiederbringerin seiner ehre Lohenstein Arminius (1689) 2, 1463ᵃ;
holde wiederbringerin der wonnen,
die mit meiner kindheit Edenssonnen
untergingen in des lebens nacht
Baggesen poet. w. (1836) 5, 97.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 934, Z. 19.

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Zitationshilfe
„widerbringerin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerbringerin>.

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