Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerchristentum, n.

widerchristentum, n.,
gegen die lehre Christi gerichtetes wesen und treiben: uns Deutschen und den Wahlen hat er (gott) gegeben den papst, und mit ihm allerlei gräuel, als verläugnung des glaubens und das ganze widerchristenthum Aurifaber (1566) bei Luther tischr. 1, 457 W.; weil alle irrthümer der römischen kirchen ins gemein von denen protestanten unter dem nahmen des antichristenthums, das ist, des gegen- oder wieder christenthums begriffen werden Vnder Eyck d. närr. atheist (1689) 853. mit eschatologischem bezuge: der antichrist ... wird eine macht kommandiren, die schon voraus den geist des widerchristenthums und abgrundsmäszige ränke und politik in der übung hat Jung-Stilling s. schr. (1835) 3, 328; das zwischenreich eines unausbleiblich zu erwartenden widerchristenthums Schelling w. (1856) II 1, 260. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 938, Z. 67.

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Zitationshilfe
„widerchristentum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerchristentum>.

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