Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerchristlich, adj.

widerchristlich, adj.,
unchristlich, der christl. lehre nicht gemäsz; s. auch widerchristisch; widerchristlich Hulsius-Ravellus t.-frz.-ital. (1616) 409ᵃ:
do ich vernam, es (der verkaufte ablaszbrief) wär ein falscher tuck,
ein ganz widerchristlich schelmenstuck
N. Manuel 114 Bächtold;
der christ soll keine schlechterdings unchristliche, widerchristliche gesellschaft suchen Lavater pred. üb. d. brief Paulus an Philemon (1785) 1, 89; und ohne alle widerchristliche und widerdeutsche affection stellte sich in seinem charakter, in seinem ganzen denken und thun der classische sinn der alten welt dar Lücke erinn. an K. O. Müller (1841) 34; die widergeschichtliche und widerchristliche autorität des versteinerten dogmas Rohrbach d. dt. gedanke in der welt (1912) 121.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 939, Z. 27.

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Zitationshilfe
„widerchristlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerchristlich>.

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