Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerdienen, wiederdienen, vb.

wi(e)derdienen, vb.,
eine (dankes-)schuld abtragen, eine wohltat, einen dienst vergelten; mhd. widerdienen; reseruire widder dienen (md. 15. jh.) Diefenbach gl. 494ᵇ; recompensare widerdienen (um 1500) ebda 487ᵇ; wiederdienen operas mutuas tradere, remunerari Stieler stammb. (1691) 317; es wird mir ein vergnügen sein, wenn ich ihnen wiederdienen kann Campe 5 (1811) 707ᵇ:
nu geruochet mir den lîp lân.
und habe ich iht des getân
des ich von rehte engelten sol,
daz widerdiene ich harte wol
Hartmann v. Aue Erec 1008 Haupt;
er enwart auch nye ein frummer man, der anders mannes nöten nicht gedecht, ob er im ye keyn lieb gethete, und diende im wiedder als viel Lancelot 1, 67, 23 Kluge;
vil geren ich bin eẅr armer knecht,
wann das ertailen alle recht
von Cölen bis gen Wien,
das man dienst wider dien
liederbuch d. Hätzlerin 265 Haltaus;
wil ich dir allem meinem vermögen nach dermassen wider thienen, das du ye vffs wenigest mich keinen fleisz, dir danckbarkeit zuͦ erzöigen, gespart haben spüren solt Hutten opera omnia 1, 448 Böcking; aber sag er nicht, dasz er mich in der nähe gesehen hat. ich diene wieder Holston u. Augusta (1780) 116. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 940, Z. 16.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„widerdienen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerdienen>.

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