Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widererhebung, wiedererhebung, f.

wi(e)dererhebung, f.,
fast nur übertragen u. bildl.: (sie verlangten) des Nero wieder-erhebung auf den thron A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 4, 312; Heinrichs VI. wiedererhebung (auf den englischen thron) K. Fr. Becker weltgesch. (1801) 7, 373; bisher haben wir die erniedrigung des menschen betrachtet. nun auch seine wiedererhebung Schelling w. (1856) I 7, 463; wiedererhebung des preuszischen waffenglanzes Gentz schr. (1838) 2, 191; der einbruch der Schweden in Deutschland, die sich daran knüpfende wiedererhebung des protestantischen namens Ranke s. w. 15 (1875) 257. häufig vom wirtschaftl.-polit. aufstieg von völkern (volksteilen) u. staaten: die wiedererhebung der latinischen bauernschaft (aus verschuldung) ... war zugleich wirkung und ursache der gewaltigen machtentwicklung Roms Mommsen röm. gesch. 1 (1856) 413; so zeigt uns auch eine betrachtung der deutschen befreiungskriege in der religiösen zerfahrenheit unsers volks eine hauptsächliche ursache seines falls, in der religiösen zusammenraffung eine wesentliche bedingung seiner wiedererhebung W. Banz geschichts- u. lebensbilder (1864) 1, xii; die allmähliche wiedererhebung Roms aus einer demütigenden prüfungszeit H. Hesse glasperlenspiel (1943) 1, 287.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 949, Z. 33.

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Zitationshilfe
„widererhebung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widererhebung>.

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