Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widererinnerung, wiedererinnerung, f.

wi(e)dererinnerung, f.,
'die erinnerung an eine vorher gewuszte, aber vergessene sache' Adelung 5 (1786) 213; Campe 5 (1811) 708ᵃ; recognitio ein wider erkandtnusz, wider erinnerung Calepinus XI ling. (1598) 1230ᵃ; s. v. reminiscentia ebda 1247ᵃ: woher anders als weil wir uns dunkel bewusst sind, es sey entweder wiedererinnerung, oder eine weissagende ahnung, dass wir bestimmt sind, auf endlosen stufen ... hinaufzuklimmen Wieland ges. schr. I 3, 34 akad.; wie Plato sagte, dass das, was wir lernten, nichts sey, als eine wiedererinnerung dessen, was wir gewusst hätten Bode Montaigne (1798) 3, 530; er erzählte mit einer art von genusz und glück der wiedererinnerung Göthe I 19, 116 W.; was wir zu lernen scheinen, ist nichts anderes als wiedererinnerung Hegel w. (1832) 14, 202; der erkenntnistheoretische sinn der anamnesis hat mit dem mythisch-psychologischen bilde der wiedererinnerung nichts zu tun N. Hartmann ethik (²1935) 26.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 949, Z. 70.

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Zitationshilfe
„widererinnerung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widererinnerung>.

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