Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widererlangen, wiedererlangen, vb.

wi(e)dererlangen, vb.,
'wieder in seinen besitz bringen' Campe 5 (1811) 708ᵃ; seruare suum wider zuͦ dem seinen kommen, das sein wider erlangen vnd bekriegen Frisius dict. (1556) 1206ᵇ; ricuperare il suo honore sein vorige ehr widererlangen Hulsius dict. (1618) 2, 331ᵃ. literarisch: so wardt es besser mit jhnen vnnd erlangten jhre gesundtheit wider Nigrinus von zäuberern (1592) 49; Vladislaus könig in Polen rathschlagete, wie er die lande, so vom lande zu Polen wegkommen waren, füglich widererlangen möcht Rätel Curäi chron. (1607) 121; weil der feind sich sehr stärcket ... auch, was er verlohren zu haben vermeinet, wiederzuerlangen suchen wird Chemnitz schwed. krieg 1 (1648) 224; der kranke selbst aber thut wohl, wenn er ... seine wiedererlangten kräfte nutzlicher anwendet Herder 18, 367 S.; den ersten gebrauch, welchen er von der allmählig wiedererlangten fähigkeit, seine glieder zu bewegen, machte Gaudy s. w. (1844) 14, 13; so groszer unbefangenheit gegenüber erlangte Marianne ... ihren gleichmuth wieder M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. (1893) 3, 306; sie hätten dann vielleicht aussicht, ihre frühere römische stellung wiederzuerlangen Feuchtwanger d. falsche Nero (1947) 18. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 952, Z. 29.

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Zitationshilfe
„widererlangen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widererlangen>.

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