Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widererobern, wiedererobern, vb.

wi(e)dererobern, vb.,
gewöhnlich von kriegerischen und politischen, zumeist auf landerwerb gerichteten eroberungen: nach dem ich ... das regiment wider an mich bracht ... vnd mein erbland wider eröbert 1. Macc. 10, 52; als er nach 2 jaren der gefänckniss wider ledig ward, erobert er sin abty mit gwalt wider (vor 1572) Tschudi chron. Helvet. (1734) 1, 30; damit ... der jetzige uorlust wiedererobert ... werden möge (1620) acta publica 3, 228 Palm; weil ... Raynold ... das seinem vater abgenommene herzogthum wieder zu erobern gesucht M. I. Schmidt gesch. d. Deutschen (1778) 3, 23; die von Frankreich wiedereroberten Rhein- und Maaslande Arndt s. w. (1892) 1, 213; er eroberte die herrschaft auf dem mittelmeer wieder, die er seit dem elften jahrhundert verloren hatte Ranke s. w. (1867) 1, 154; die kirche ... muszte gesprengt werden, wenn man je daran denken wollte, das land wiederzuerobern A. Zweig einsetzung e. königs (1950) 26. in bildhafter verwendung: eine dame ..., welche das herz eines ritters, den sie durch ihre strenge abwendig gemacht hat, wiedererobern will Adelung magazin (1783) 2, 4, 39; er flüchtete nach Düsseldorf, wo er ... ruhe und heiterkeit wiederzuerobern hoffte Immermann w. 19, 27 Hempel; die anmuth des sohnes, die folge der wiedereroberten ehre M. Meyr erz. a. d. Ries (1868) 2, 439. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 953, Z. 17.

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Zitationshilfe
„widererobern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widererobern>.

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