Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widereroberung, wiedereroberung, f.

wi(e)dereroberung, f.,
die gewaltsame rückgewinnung eines verlorenen besitztumes; meist von kriegshandlungen: rechtschaffene ursach des krieges ist widereroberung unbillich entzogener dinge M. Beuther praxis rer. criminalium (1565) 146ᵃ; ein absonderliches heer ... solte zur wiedereroberung dieser grenze-stadt zusammengebracht werden A. H. Bucholtz Herkuliskus (1665) 650; alle christen müssen einen grössern antheil an der wiedereroberung desjenigen landes nehmen, welches der stifter ihrer religion ... heilig gemacht Wieland I 3, 305 akad.; den weg zur wiedereroberung der Niederlande bahnen J. G. Forster s. schr. (1843) 3, 216; ihm (wurde) die befugnisz erteilt, nach wiedereroberung der stadt (Bologna) gegen die Florentiner vorzugehen Herman Grimm Michelangelo (1890) 1, 341. übertragen: dass sie mir wenigstens dem scheine nach ihre wiedereroberung ein bischen schwer machen, und mich für meine untreu mit einigem verstellten kaltsinn bestrafen würde neue slg. v. schausp. (1764) 4, liebe i. d. grotte 17; Milton habe ursprünglich das leben des erlösers weiter führen wollen, bis zu der auferstehung, der rechten wiedereroberung des paradieses Treitschke hist. u. polit. aufs. (1886) 1, 51; Gottsched habe den anfang zur wiedereroberung der katholisch-jesuitischen deutschen landschaften gemacht, welche der deutschen bildung so schmählich entrissen worden seien Scherer kl. schr. (1893) 1, 307.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 953, Z. 48.

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Zitationshilfe
„widereroberung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widereroberung>.

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