Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerfährte, wiederfährte, f.

wi(e)derfährte, f.,
seit dem 18. jh. belegt, das ältere wi(e)derfahrt B 2, abs. 1 ablösend.
1)
wieder-fährde heisset, die von einem stückwild im zurückgehen gemachet wird, allg. haush.-lex. (1749) 3, 722; den hund ganz sittsam am hängeseil von der hinfärthe abziehen und im zug auf die wiederfärthe herum bringen und auf solcher so lange so weit nachhängen, als es nur gehen will. und dieses heisset: die wiederfärthe suchen Heppe lehrprinz (1751) 122; die wiederfährte, bei den jägern, die fährte eines zurück gehenden wildes Adelung versuch e. wbs 5 (1786) 213; s. auch Campe wb. 5 (1811) 708.
2)
einige arbeiten ... der fehrte entgegen oder rückwärts (beim abrichten der hunde), ... jenes heist die wiederfehrte Döbel neueröffn. jägerpractica (1754) 1, 92; rückfährte oder wiederfährte ist diejenige, woher das wild kommt, und hinfährte, wohin es geht Behlen forst- u. jagdkde (1840) 6, 195.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 973, Z. 67.

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Zitationshilfe
„widerfährte“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerf%C3%A4hrte>.

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