Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerfällig, wiederfällig, adj.

wi(e)derfällig, adj.,
rückfällig. von einer wiederkehrenden krankheit: widerfallige sucht recidibilis est morbus cadens, voc. inc. theut. (um 1485) oo 4ᵃ; wiederfällig fieber febris recidiva Stieler stammb. (1691) 424; (das podagra ist) in allen gliedern des leibs, gar keins ausgenommen, mit langer zeit, offte widerfellig Paracelsus opera (1616) 1, 633ᴮ H. heute noch mundartl.: widerfaelleg gien rückfällig werden in krankheit Gangler Luxemb. 482. von rückfallenden gütern: wa eelute zusamenkomen sind oder furter zu dem sacrament der heiligen ee koment, da dan widervellige gütter sind und die zum vall ligen, die sollen komen zum stat buch mit denen, die des widerfalls der zeit warttig sind (1460) urkundenb. d. st. Heilbronn 2, 62; (1513) ebda 3, 340; es söllen auch söliche zuͦbrachte und widerfellige güter durch den besitzer und leibzüchter, genant usufructuarius, in gutem auffgerichtigem wesen und buwe gehalten unnd bewaret werden d. stat Worms reformation (1513) 80ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 975, Z. 58.

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Zitationshilfe
„widerfällig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerf%C3%A4llig>.

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