Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerfindung, wiederfindung, f.

wi(e)derfindung, f.
zu wi(e)derfinden; das wort ist seit dem 17. jh. gelegentlich bezeugt, lexik. zuerst bei Stieler wiederfindung restitutio, recuperatio, receptio, stammb. (1691) 484; nicht bei Kramer und auch in späteren wbb. nur vereinzelt; in neuester zeit tritt der subst. infinitiv an seine stelle. fast durchweg das wiederauffinden einer person oder eines gegenstandes: die wiederfindung dieses sohns sie erfreuet A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 1, 477; ob sie (Leitholde) denn denselben, welche uͤber ihrer wiederfindung so hertzliche freude empfindeten, das gluͤcke einer vertraͤulichen bewillkommung miszgoͤnnete? Lohenstein Arminius (1689) 2, 191ᵇ; er hat eine rührende geschichte, wozu die verlierung des Joseph und seine glückliche wiederfindung allerdings sehr geschickt gewesen, poetisch beschreiben ... wollen (1751) Lessing 4, 229 L.-M.; eine schon in der kaiserchronik vorkommende legende von der wiederfindung des heiligen kreuzes durch den kaiser Eraclius Gervinus gesch. d. dt. dichtung (1853) 1, 485. das einanderfinden: die romanhaftesten wiederfindungen ... fallen vor Jean Paul w. 43/47, 182 Hempel; dazwischen machten die tänzer allerhand kunststücke, sprangen hoch ..., ergriffen ihr dirndl wieder, und endlich wurde die allgemeine wiederfindung und beglückung mit einem rasenden schluszwalzer besiegelt Vischer auch einer ²⁵228. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 983, Z. 66.

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Zitationshilfe
„widerfindung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerfindung>.

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