Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widergänger, wiedergänger, m.

wi(e)dergänger, m.,
der umgehende geist verstorbener (s. wi(e)dergehen 3); weddərgungər wiedergänger, spukgeist Schmidt-Petersen nordfries. 160ᵃ; weddergänger nicht volkstüml. Mensing schlesw.-holst. 5, 559; wiedergänger Pansner schimpfwb. (1839) 78ᵃ: der 'fallmann', der geist eines bösen hirten nach art der widergänger ..., der das vieh in unruhe bringt Laistner nebelsagen (1879) 345; die wiederkehrenden geister heiszen geister, gespenster, spokgänger, weddergänger Strackerjan abergl. u. sagen (1909) 1, 195; man hat ihn (Geibel) seitdem mehr als einmal totgesagt, allein er gehört zu den wiedergängern in unserem schrifttum, und wie er mir oft begegnet ist, so wird er noch vielen heut und in zukunft über den weg laufen daheim v. 5. 4. 1934, s. 19ᵇ; dasz er (der tote) als wiedergänger sein grab verlasse und die lebenden peinige forsch. u. fortschr. 11 (1935) 111. in anderem sinne: eine gans flog über'n Rhein, kam als wiedergänger heim Düringsfeld sprichw. (1875) 1, 283ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 990, Z. 27.

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Zitationshilfe
„widergänger“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerg%C3%A4nger>.

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