Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widergeist, m.

widergeist, m.;
vom teufel:
dan wer ist diser, so nicht weysz,
dasz satan heyszt eyn widersächer,
eyn widergeyst vnd eyn durchächter
aller der schaaf, die nur begeren,
eyns hirten Christi stimm zuhören
Fischart w. 1, 245 Hauffen.
'ungeist; was dem (wahren) geist widerstrebt, entgegensteht': der junge dichter spreche nur aus was lebt und fortwirkt, ...; er beseitige streng allen widergeist, alles miszwollen, miszreden und was nur verneinen kann Göthe I 42, 2, 107 W.; die grundlage des universums ist nicht ungeist, widergeist, dessen verbindung mit dem geiste sich nie begreifen liesse, sondern selbst geist Fichte s. w. (1845) 2, 35. als abneigung: selbst, als die kleine schwester heranwuchs und sich mit stürmischer zärtlichkeit an den bruder anschlosz, vermochte sie, die sonst alles durchsetzte, den widergeist der mutter nicht zu bezähmen Paul Heyse ges. w. (1924) II 3, 200. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1006, Z. 51.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„widergeist“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widergeist>.

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